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Als Europa neugeordnet und Sachsen zur Provinz wurde

Umfassende Veränderungen waren es, die Europa im frühen 19. Jahrhundert erlebte: Nach der Niederlage Napoléon Bonapartes verhandelten die Großmächte auf dem Wiener Kongress von 1814 – 1815 über eine territoriale Neuordnung des Kontinents. Waren es zuvor viele größere und kleinere Territorien, die sich auf dem Gebiet des heutigen Landes Sachsen-Anhalt befanden, reduzierte sich deren Zahl nunmehr deutlich. Im nördlichen Teil des heutigen Bundeslandes, das zum Königreich Preußen gehörte, entstand 1815 als eine von zehn neugebildeten Provinzen die preußische Provinz Sachsen. Der Oberpräsident als höchster Verwaltungsbeamter dieser Provinz erhielt seinen Dienstsitz in Magdeburg, ihm nachgeordnet waren die Regierungen in Erfurt, Merseburg und Magdeburg.

Archivalische Einblicke in die Frühzeit dieser preußischen Provinz Sachsen sind es, die Sie in der neuen Vitrinenausstellung am Standort Magdeburg des Landesarchivs erwarten. So bieten sich Ihnen einerseits etwa Informationen zur weitreichenden Verwaltungsmodernisierung in Preußen sowie zur anfänglich schwierigen Zusammenarbeit mit den Regierungen in Erfurt und Merseburg. Andererseits erhalten Sie eine Vorstellung von der umfassenden Überlieferung des Oberpräsidenten im Landesarchiv Sachsen-Anhalt, mit vielfältigen Inhalten zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in der preußischen Provinz Sachsen.

Zugänglich ist die Vitrinenausstellung im Workshopraum des Standorts Magdeburg während der Öffnungszeiten ohne Anmeldung.