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Vortrag von Dr. phil. habil. Alexander Bastian:

Zur Durchführung der nationalsozialistischen Zwangssterilisation auf dem Gebiet der preußischen Provinz Sachsen unter besonderer Berücksichtigung der regionalen Überlieferung (1933-1945)

Mit der Machtübernahme am 30. Januar 1933 initialisierten die Nationalsozialisten eine Rassen- und Bevölkerungspolitik, die eine Kontrolle, Überprüfung und Selektion der deutschen „Volksgemeinschaft“ vorsah. Das Ziel dieser rassen- und bevölkerungspolitischen Maßnahmen bestand insbesondere darin, diejenigen Personen zu erfassen, die in den Augen der Nationalsozialistischen als „minderwertig“ und „lebensunwert“ galten und infolgedessen aus der Volksgemeinschaft ausgeschlossen werden müssten. Die nationalsozialistische Zwangssterilisation stellte seit 1934 eine zentrale Maßnahme dar, um Menschen, die im Sinne des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ als erbkrank galten, von der Fortpflanzung auszuschließen. Es ist davon auszugehen, dass über 300.000 Personen bis zum Ende des Nationalsozialismus zwangssterilisiert wurden. Der Vortrag widmet sich der regionalen Sterilisationspraxis auf dem Gebiet der preußischen Provinz Sachsen. Anhand der hiesigen Überlieferung wird auf der Grundlage von Organisationsstrukturen, beteiligten Personen sowie den männlichen und weiblichen Opfern die praktische Durchführung der nationalsozialistischen Zwangssterilisation diskutiert.

Zum Referenten:

Dr. phil. habil. Alexander Bastian ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Gesundheits- und Bevölkerungspolitik während des Nationalsozialismus. 2021 habilitierte er sich an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit seiner Studie zum Thema „Körperpolitik, Bio-Macht und der Wert menschlichen Lebens. Nationalsozialistische Zwangssterilisation auf dem Gebiet der preußischen Provinz Sachsen (1933-1945)“.

Veranstaltungsort:

Landesarchiv Sachsen-Anhalt

Abteilung Magdeburg

Brückstraße 2

39114 Magdeburg

(Workshop- und Vortragsraum)

Alle Interessierten sind zur kostenfreien Veranstaltung herzlich eingeladen. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Datum:

Mittwoch, 25.02.2026, um 17 Uhr