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Drei Magdeburger Archive geöffnet

Gleich drei Archive in der Landeshauptstadt öffnen ihre Türen. Die vollständigen Programme der Magdeburger Archive finden Sie hier:

Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Magdeburg

Programm

Passend zum Motto dürfen sich die Besuchenden im Landesarchiv Sachsen-Anhalt zwischen 10 und 15 Uhr gleich auf mehrere Höhepunkte freuen.

Dank prominenter Unterstützung feiert eine Plakatausstellung ihre Eröffnung, die sich dem vielfältigen Erleben und Verständnis von Heimat widmet. Entstanden als engagiertes Auszubildendenprojekt, ließen sich hierfür Prominente mit biographischen Bezügen zum Land Sachsen-Anhalt gewinnen, die über die Grenzen des Bundeslandes hinaus bekannt sind.

Neben dem ehemaligen Mitglied des Deutschen Bundestages Dr. Karamba Diaby, der Sängerin und Songwriterin Annemarie Eilfeld sowie der Schauspielerin, Synchronsprecherin und Sängerin Andrea Kathrin Loewig beteiligten sich nicht allein der Schauspieler Sven Martinek und die Bundestagsabgeordnete Heidi Reichinnek an diesem Projekt. Ebenso unterstützten es die Journalistin und SPIEGEL-Bestseller-Autorin Valerie Schönian sowie Ingmar Stadelmann, Stand-Up Comedian, Satiriker, Content-Creator, Fernseh- und Radiomoderator und Gewinner des Deutschen Comedypreises.

Wertvolle ergänzende Perspektiven zum Thema Heimat lassen ein Vortrag sowie ein Podiumsgespräch erwarten.

Ab 11 Uhr referiert Larisa Korshevnyuk, Vorsitzende der liberalen Jüdischen Gemeinde zu Magdeburg e.V., unter dem Titel: „Zwischen alter Heimat und neuer Verantwortung – Jüdische Perspektiven auf Demokratie, Erinnerung und Gegenwart.“

Im Rahmen eines Podiumsgesprächs widmet sich Dr. Karamba Diaby, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages, ab 14 Uhr dem Thema: „Wo Familie, Freunde und mein Schrebergarten sind“ – Zur Vielfalt von Heimat im 21. Jahrhundert.

Interessante Blicke hinter die Kulissen des Landesarchivs erhalten die Besuchenden während Führungen, die stündlich zwischen 10 und 14 Uhr stattfinden.

Speziell zum Motto haben die Archivarinnen und Archivare zudem eine kommentierte Präsentation von Archivalien der vergangenen Jahrhunderte vorbereitet, die beispielsweise die Aufnahme französischer Emigranten im 18. Jahrhundert ebenso umfasst, wie die Förderung der Errichtung von Kleineigenheimen für Umsiedler bzw. Neubauern nach dem Zweiten Weltkrieg und die Übersiedlung jüdischer Kontingentflüchtlinge ab 1991.

Die Geschichte der baulichen Heimaten des 1823 gegründeten Landesarchivstandorts Magdeburg vermittelt ein anschaulicher Filmbeitrag.

Um die Möglichkeiten zur Forschung im Landesarchiv kennenzulernen, bietet das Landesarchiv zudem eine Nutzungsberatung.

Terminübersicht

10.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Archivführungen zu jeder vollen Stunde
11.00 Uhr

Larisa Korshevnyuk

(Vorsitzende der liberalen Jüdischen Gemeinde zu Magdeburg e. V.)

Vortrag: 

„Zwischen alter Heimat und neuer Verantwortung – Jüdische Perspektiven auf Demokratie, Erinnerung und Gegenwart.“

14.00 Uhr

Dr. Karamba Diaby

(ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestags)

Podiumsgespräch:

„Wo Familie, Freunde und mein Schrebergarten sind“ – Zur Vielfalt von Heimat im 21. Jahrhundert.

 

Veranstaltungsort

Landesarchiv Sachsen-Anhalt

Abteilung Magdeburg

Brückstraße 2

39114 Magdeburg

Datum

Sonntag, den 08. März 2025, von 10 bis 15 Uhr

Landeskirchenarchiv Magdeburg

Programm

Das Landeskirchenarchiv Magdeburg spricht am „Tag der Archive“ von 12 bis 16 Uhr eine doppelte Einladung aus.

Gegründet am 6. März 1936 begeht es nämlich auch seinen 90. Geburtstag und öffnet dazu seine Türen mit einem besonderen Angebot: Der Rüsselsheimer Regisseur Thomas Frickel übergibt an diesem Tag dem Archiv Bild- und Tonaufnahmen zu seinem 1990 gedrehten Dokumentarfilm »Der Störenfried«, darunter Fotos, Briefe, Gesprächsmitschnitte.

Der Film thematisiert den in der Selbstverbrennung gipfelnden Protest des Pfarrers Oskar Brüsewitz (1929-1976) und dessen Folgen für die evangelische Kirche in der DDR, für Gesamtdeutschland sowie für nahe und ferne Weggefährten. Dieses Ereignis jährt sich am 18. August dieses Jahres zum 50. Mal.

Die Dokumentenübergabe gehört zum landeskirchlichen Gedenken der EKM an Oskar Brüsewitz. Zur Übergabe werden neben dem Regisseur auch Landesbischof Friedrich Kramer und Oberkirchenrat i. R. Christian Fuhrmann sowie dessen Nachfolgerin Oberkirchenrätin Petra Schwermann, Dezernentin im Landeskirchenamt für Gemeinde und Bildung, anwesend sein.

Schließlich wird der Film „Der Störenfried“ selbst im benachbarten Gemeinderaum der Matthäusgemeinde (Freiherr-vom-Stein-Str. 45) gezeigt.

Außerdem werden in der Zeit von 13 bis 15 Uhr stündlich Archivführungen und kurze Einführungen in die Archivnutzung angeboten.

Für einen kleinen Imbiss, Kaffee/Tee und Kuchen ist vor Ort gesorgt.

Terminübersicht

12.00 Uhr Eröffnung
12.15 Uhr Grußwort des Landesbischofs
12.30 Uhr Übergabe von Dokumenten zum Film »Der Störenfried« an das Archiv
13.00 Uhr OKR i. R. Ch. Fuhrmann Gedenken an Oskar Brüsewitz - Auf dem Weg zum 18. August 2026
13.45 Uhr Filmvorführung »Der Störenfried« im Gemeindesaal der benachbarten Matthäusgemeinde

Veranstaltungsort

Landeskirchenarchiv Magdeburg

Freiherr-vom-Stein-Str. 47

39108 Magdeburg

Datum

Sonntag, den 08. März 2025, von 12 bis 16 Uhr

Bundesarchiv, Stasi-Unterlagen-Archiv, Außenstelle Magdeburg

Programm

Mit einem Fokus auf dem Thema Fluchten öffnet das Stasi-Unterlagen-Archiv Magdeburg von 13 bis 18 Uhr seine Türen.

Als Teil des Bundesarchivs lädt es zum Erkunden der deutschen Geschichte ein: Entdecken Sie individuelle Schicksale und bedeutende Momente der deutschen Geschichte anhand ausgewählter Dokumente, Fotos und Filme.

Hierzu finden zwei Führungen durch das Archiv um 13:15 und 16:30 Uhr statt, in deren Rahmen Archivarinnen und Archivare auf den umfangreichen Magdeburger Aktenbestand der DDR-Geheimpolizei eingehen.

Wer sich für die Geschichte des Areals der ehemaligen Bezirksverwaltung der Staatssicherheit interessiert, an dem sich das Stasi-Unterlagen-Archiv heute befindet, kann um 14:45 Uhr an einer Geländeführung teilnehmen.

Zum Thema Fluchten präsentiert das Archiv zudem die vom Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipierte Ausstellung „An der Grenze erschossen“ und den Film „Flucht gegen den Strom – Auffanglager Schloss Barby“ aus der MDR-Sendereihe „Der Osten - Entdecke wo du lebst“.

Wer wissen möchte, ob und welche Informationen die Stasi über die eigene Person oder über verstorbene oder vermisste nahe Angehörige sammelte, kann sich vor Ort beraten lassen oder direkt einen Antrag auf Akteneinsicht stellen. Hierfür ist ein gültiges Personaldokument mitzubringen.

Terminübersicht

13.15 Uhr

und

16.30 Uhr
Archivführungen zum Magdeburger Aktenbestand der DDR-Geheimpolizei
14.45 Uhr Geländeführung zur Geschichte des Areals der ehemaligen Bezirks-verwaltung der Staatssicherheit

Veranstaltungsort

Bundesarchiv

Stasi-Unterlagen-Archiv, Außenstelle Magdeburg

Georg-Kaiser-Straße 7

39116 Magdeburg

Datum

Sonntag, den 08. März 2025, von 13 bis 18 Uhr